[Rezension] Zorali 1 – Der Drachenkönig von Toni Kuklik (★★★)

Cover „Zorali 1 – Der Drachenkönig“

 

Besser spät als nie gibt es endlich die Rezension zum Auftakt von Toni Kukliks E-Book-Serie rund um die Prinzessin Zorali. Die erste Episode trägt den Titel „Der Drachenkönig“.

Erster Eindruck – Cover, Titel und Klappentext

Ich liebe das Cover. Ein absoluter Blickfänger, wie ich finde, und noch dazu wunderschön. Es machte mich sofort neugierig auf mehr und ich war gespannt darauf, worum es in dem dahinter versteckten Buch geht.

Der Klappentext beschreibt gut, worum es in dieser Episode geht, und ist weder gut noch schlecht:

„Zorali, die einzige Tochter des Königs von Amanien, lebt in einem goldenen Käfig. Während sie im Palast eigentlich alles hat, ist er doch ihr ungeliebtes Gefängnis. Als ihr Bruder mit schlechten Nachrichten von einem Erkundungsritt zurückkehrt, sieht sie ihr Schicksal gekommen: Der letzte lebende Drache ist in Gefahr und der König weigert sich, etwas zu unternehmen. Zorali nimmt sich der Aufgabe an – ihr Abenteuer beginnt!“

Aufgrund des richtig tollen Covers vergebe ich meine ersten fünf Sterne in dieser Kategorie. ★★★★★

 

Inhalt

Das Buch beginnt sehr High-Fantasy-typisch mit einer Prinzessin namens Zorali, die von ihrem Vater in einem goldenen Käfig gehalten wird, aber viel lieber draußen wie ihre Brüder Abenteuer erleben würde. Nicht fehlen darf natürlich die im Kindsbett gestorbene Mutter und die liebevolle, aber lästige Amme.

Zoralis Vater ist der Drachenkönig, der über ein Reich regiert, in dem einstmals mächtige Drachen Seite an Seite mit den Menschen leben. Doch ein machthungriger König fand heraus, dass das Trinken von Drachenblut die magische Kraft steigert, ließ sie jagen und fast ausrotten. In der Gegenwart des Buches gibt es nur noch einen einzigen und ausgerechnet dieser ist in Gefahr. Der König sieht in dieser Bedrohung jedoch nur ein Ablenkungsmanöver seines Feindes und unternimmt nichts. Das kann Zorali nicht auf sich sitzen lassen und beschließt, selbst etwas zu unternehmen.

Unterstützt von ihrem Bruder Zarath, dem jüngeren und somit unbeachteteren Prinzen, macht sie sich auf ihre Reise. Hier stöße ich auch schon auf meinen größten Kritikpunkt: Er lässt seine geliebte kleine Schwester, die noch nie wirklich einen Fuß vors Palasttor gesetzt hat, einfach so in die gefährliche Welt hinaus. Kriege drohen und sie will ja nichts mehr als einen Drachen gegen eine Armee schützen (wie sie das anstellen will, bleibt fraglich), aber bis auf die Banditen, Wegelagerer und Unzufriedenen, von denen es in Amanien mehr als genug gibt, ist das für so eine Prinzessin doch bestimmt kein Problem … Nein, das hat mir nicht gefallen. Hinzu kommt, dass die Protagonistin wirklich herausragend viel Glück hat. Es läuft alles ein bisschen zu glatt und reibungslos, mal sehen, wie weit Zorali mit ihrer planlosen „Kopf durch die Wand“-Taktik kommt.

Es dauerte eine Weile, bis ich genügend Empathie für den Drachen aufbringen konnte, um Zoralis Wunsch nach seiner Rettung überhaupt nachvollziehen zu können. Nachdem man aber ein wenig über die Hintergrundgeschichte des Ganzen erfährt, wird es besser.

Hin und wieder erhascht man einen Blick auf den Antagonisten, der Jagd auf den Drachen macht, um ähnlich wie der machthungrige König damals seine Kräfte auszubauen. Sein Motiv für diese Tat ist zwar durchaus vorhanden, bleibt aber in meinen Augen ein wenig einfach und unbefriedigend.

Es gibt interessante Figuren in dem Buch – der rätselhafte Bibliothekar Talus z. B., oder Loas, Zoralis mehr als seltsamer und ein wenig unheimlicher neuer Begleiter. Nicht zu vergessen Zarath, den ich am meisten in mein Herz geschlossen habe, einfach weil er am besten charakterisiert wird und die meiste Tiefe hat. Alles in allem bleibt die Geschichte in diesem Serienauftakt bislang eher klischeehaft und noch geschieht nichts sonderlich Weltenbewegendes, aber es stellen sich mir immerhin genug Fragen, um mich neugierig auf die nächste Episode zu machen.

Hier vergebe ich zwei Sterne. ★★

 

Schreibstil

Es gibt weder viel zu bemängeln noch ist er bemerkenswert herausragend, also guter Durchschnitt. Ich konnte mir alles schön vorstellen, es gibt keine Perspektivenausbrüche und ich kann mit den Figuren mitfühlen.

Hier vergebe ich vier Sterne. ★★★★

 

Fazit

„Zorali 1 – Der Drachenkönig“ ist ein kurzweiliges Lesevergnügen – nichts, was ich anspruchsvollen Lesern empfehlen würde, aber wer High Fantasy mag und Lust auf einen angenehmen Zeitvertreib hat, ist mit dieser Serie gut beraten.

Insgesamt vergebe ich eine Wertung von drei Sternen. ★★★

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: